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"Wie frisch ist der Fisch?"

Veröffentlicht am 20.06.2012, 14:08 Uhr     Druckversion

Konservative Mehrheit im Fischereiausschuss verhindert transparentere Kennzeichnung
Mehr Transparenz f√ľr den Verbraucher beim Kauf von Fisch hat eine Mehrheit aus Konservativen und Liberalen am Mittwoch im Fischereiausschuss verhindert.
Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen die bisherigen Regelungen zur Kennzeichnung von Fisch, wonach lediglich Fischart, Fanggebiet und gegebenenfalls die Produktion in Aquakultur angegeben werden m√ľssen, um weitere f√ľr den Verbraucher relevante Informationen zu erweitern. Dazu geh√∂rt die Frage, ob der Fisch frisch oder aufgetaut in der Auslage liegt und eine Angabe des Fangdatums.

Doch genau letzteres haben konservative und liberale Ausschussmitglieder nun verhindert und sich mit ihrem Vorschlag durchgesetzt, lediglich ein Anlandedatum auszuweisen, das keinen Aufschluss dar√ľber zul√§sst, ob der gekaufte Fisch tats√§chlich fangfrisch ist. ¬ĄMit dieser Abstimmung ist den Verbrauchern das Recht abgesprochen worden, zu wissen, ob der Fisch den sie kaufen wollen, in der Nacht zuvor gefangen wurde oder bereits mehrere Monate tiefgek√ľhlt auf hoher See unterwegs war¬ď, erl√§uterte Ulrike RODUST.

¬ĄIch bin davon √ľberzeugt, dass Konservative und Liberale hier gegen die Interessen der Verbraucher entschieden haben¬ď, so Ulrike RODUST. Selbst wenn davon auszugehen sei, dass die technischen Voraussetzungen an Bord gegeben seien, den gefrorenen Fisch optimal frisch zu halten, sollten die B√ľrger doch die Wahl haben, selbst zu entscheiden, ob sie aufgetauten oder tats√§chlich frischen Fisch kaufen wollen.

¬ĄBesonders bedauerlich finde ich, dass wir heute eine Chance vertan haben, gerade die kleine K√ľstenfischerei zu st√§rken. Mit der Garantie, wirklich fangfrischen Fisch zu liefern, h√§tten diese Fischer ein Alleinstellungsmerkmal bieten k√∂nnen, das ihnen eventuell auch h√∂here Einkommen erm√∂glicht h√§tte¬ď, so Ulrike RODUST abschlie√üend.

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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